FDP warnt vor Kohleabbau unter der Gemeinde Heusweiler

Die FDP Heusweiler will weitere Erdbeben und Schäden verhindern
In seiner außerordentlichen Sitzung am 14. März 2008 in Herne hat der Aufsichtsrat der RAG Aktiengesellschaft beschlossen, dass das Konzept für ein Bergwerk Saar in anderen Abbaufeldern verfolgt wird. Der Beschluss sieht vor, den Abbau im Flöz Grangeleisen so schnell wie möglich wieder aufzunehmen und im Flöz Wahlschied weiter zu verfolgen. Damit wären laut Berichten der Presse und der IGAB Reisbach, Falscheid und auch Obersalbach direkt vom Bergbau betroffen- und damit auch indirekt weitere Ortsteile der Gemeinde Heusweiler.
Der Vorsitzenden der FDP in der Gemeinde Heusweiler, Oliver Luksic, warnt vor neuen Abbaufeldern, welche auch den Bürgern der Gemeinde Heusweiler neue Zerstörungen bringen: „Es darf nicht zu einem unkontrollierbaren Kohleabbau unter bewohntem Gebiet kommen, der eine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Weitere Erdbeben oder auch massive Grubensenkungen werden Schäden an dem hart erarbeiteten Eigentum der Bürger verursachen. Es kann nicht sein, dass das Eigentum und vor allem auch die Gesundheit von Bürgern durch neue Erdbeben gefährdet werden. Mit anderen Kohle-Abbaufeldern werden die Schäden an Häusern nur von einem Ort zum anderen verschoben. Man muss sich fragen, warum die Betroffenen hier unterschiedlich behandelt werden sollen. Der Strukturwandel darf nicht immer weiter verzögert werden, das Ende des Bergbaus sollte nicht immer weiter auf Kosten der Bergbaubetroffenen und der Steuerzahler verschoben werden. RAG und CDU-Landesregierung müssen sich weiter darum bemühen, die Bergleute in anderen Wirtschaftszweigen in Arbeit zu bringen statt auf die Verlängerung eines risikoreichen und sehr kostenträchtigen Bergbaus zu setzen. Ein sozial verträglicher Ausstieg aus dem Bergbau ist dank der Absatzbeihilfen sofort möglich und nötig und sollte nicht immer weiter verschoben werden.“