Warnbaken sollen Umweltschutz dienen

Wovor warnen eigentlich die beiden Warnbaken am neuen Heusweiler Hirtenbrunnen? Wanen sie vor einer gefährlichen Straßensituation, vor einer Stolperfalle oder warnen sie gar vor einem Sturz ins tiefe Wasser?

Nichts von alledem, wie Sabine Leinenbach vom Bauamt der Gemeindeverwaltung Heusweiler in der jüngsten Ortsratssitzung verriet. „Die Warnbaken warnen davor, Müll in den Brunnen zu werfen“. Dafür sind die Verkehrszeichen 605 – auch Warn- oder Leitbaken genannt – aber gar nicht gedacht und dass die Gemeinde Heusweiler sie jetzt kurzerhand für den Umweltschutz rekrutiert, zeigt laut Uwe Arnholt, Wirt des Alten Wirtshauses am Hirtenbrunnen, auch überhaupt keinen Erfolg. „Meine Frau Judith macht jeden Tag den Brunnen sauber; da liegt ständig neuer Müll drin, den Leuten, die ihren Müll dort hineinschmeißen ist es völlig egal ob da eine Warnbake steht oder nicht“, so Uwe Arnholt. Durch das Aufstellen der Warnbaken wird auch nicht gerade der Eindruck verstärkt, dass es sich hierbei um ein Bauwerk, nämlich den Hirtenbrunnen, handelt. Im Gegenteil, die Passantin Lisa Zimmermann sagte kürzlich ganz erstaunt: „Was soll das sein? Ein Brunnen? Ich gehe hier so oft vorbei, aber dass das ein Brunnen ist, habe ich bis heute nicht erkannt.“ Das liegt wohl auch daran, dass sich kein Wasser im Brunnen befindet.

Uwe Arnholt, der im Ortsrat Heusweiler die FDP vertritt, teilt mit: „Auf Anfrage wurde mir Anfang Januar diesen Jahres im Ortsrat Heusweiler vom Bauamt der Gemeinde mitgeteilt, dass die Pumpe bis Ende der 19. Kalenderwoche, also bis spätestens 13.05.2011, eingebaut sein wird. Jetzt haben wir die 23. Kalenderwoche und es fließt immer noch kein Wasser. Auch in der letzten Ortsratssitzung hatte Uwe Arnholt erneut angefragt, wo das Wasser bleibt. Sabine Leinenbach zeigte sich überrascht über den noch immer trockenen Brunnen und versprach, die Gründe dafür in der nächsten Ortsratssitzung mitzuteilen.

Der neue Hirtenbrunnen ist eine Reminiszenz an den historischen Brunnen an dieser Stelle, der bis ins 19. Jahrhundert als Viehtränke diente. Das neue Bauwerk, das 25.000,00 Euro kostete, bezieht sein Wasser aus einer Quelle in der Illinger Straße und kann in Dürrezeiten aus dem örtlichen Wassernetz gespeist werden, sofern eine Pumpe installiert wird.