Nachhaltiger Forstwirtschaftsplan

Ausdrücklich begrüßt hat die FDP-Fraktion im Heusweiler Gemeinderat den Plan für die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes in Heusweiler für das kommende Jahr. Zwar weist er ein kleines Defizit aus, dies beruht aber auf dem Umstand, dass die Entnahme von Holz kleiner ist als der jährliche Zuwachs. Dadurch erhöht sich der Wert des Bestandes in der Zukunft.

Besonderen Grund zur Zufriedenheit sieht die FDP im Vorhaben des Revierförsters Thomas Philipps, künftig statt Monokulturen von Fichten eine naturnähere Wirtschaft mit Laubmischwald-Beständen anzustreben. „Nur aus Fichten bestehende Forsten sind nicht nur sehr anfällig bei Stürmen. Die flach wurzelnden Fichten, die in unseren Höhenlagen von Natur aus nicht vorkommen, erleiden dann häufig großflächige Windbrüche. Verbunden damit sind enorme Schäden, wie in den letzten zwei Jahrzehnten im Köllertal leider zu sehen war. Zudem sind die reinen Fichtenbestände anfällig für Schädlinge, vor allem für den Borkenkäfer“, meint dazu der Fraktionsvorsitzende Ulrich Krebs.

Hinzu kommt ein nicht allgemein bekanntes Risiko: „Die Streu aus den Nadeln der Bäume sorgt dafür, dass das in den Boden sickernde Wasser sehr sauer ist. Dadurch verändert sich der Boden im Lauf der Zeit. Aus den vorhandenen fruchtbaren Parabraunerden werden die Nährstoffe ausgewaschen und gehen verloren. Nach und nach bilden sich statt dessen Podsolböden mit geringer Fruchtbarkeit.“ Dem wirke eine Forstwirtschaft entgegen, die auf Anpflanzung der von Natur aus vorkommenden Laubholzarten setzt, so Ulrich Krebs.