FDP: Klares Nein zu Windkraft im Fröhner Wald statt Gutachten!

Die FDP im Gemeinderat hat einen Antrag „Fröhner Wald erhalten“ gestellt, der von CDU und SPD nach Meinung der Freien Demokraten mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt wurde. Immerhin: nachdem das Projekt Fröhner Wald bisher verteidigt wurde gab es als direkte Reaktion auf den FDP-Antrag nun kritische Töne der großen Parteien, auch wenn es statt eines gemeinsamen Antrages mit der FDP inhaltlich eher ein kleinster gemeinsamer Nenner von CDU und SPD gefunden wurde.
„Der Gemeinderat ist gegen die Errichtung von Windkraftanlagen im Fröhner Wald und fordert die RAG und die Landesregierung auf, von diesem Projekt Abstand zu nehmen.“ Diese klare Ablehnung ging CDU und SPD zu weit, gegen Pläne der eigenen schwarz-roten Landesregierung will man nicht klar opponieren. Immerhin rhetorisch haben sich die großen Parteien der Position der FDP angenähert, was sicher auch mit der Überzeugungsarbeit des Fröhner Wald- für Mensch und Natur e.V. zu tun hat. Im CDU/SPD Antrag heißt es, das Verhältnis zwischen (Wind-) Ertrag und Beeinträchtigungen (Mensch, Natur) sei gering.
„Hier liegt der Unterschied zur klaren Haltung der FDP, die einen Windpark mitten im Wald zu nahe an Wohnbebauung grundsätzlich für falsch hält. Das Verhältnis Ertrag zu Schäden ist für die FDP nicht leicht positiv, sondern klar negativ!“, so der Vorsitzende Oliver Luksic.
„Der Bürgermeister und der Vertreter des Rates sollen im Kooperationsrat den Antrag stellen, das Gebiet „Fröhner Wald“ von der Änderung des Flächennutzungsplans auszunehmen.“ Das war der entscheidende Punkt im FDP-Antrag, doch eine klare Festlegung der Gemeinde Heusweiler sollte vermieden werden. Andere Kommunen wie Saarbrücken, Sulzbach und Kleinblittersdorf haben erfolgreich Windräder auf eigenem Gebiet im Regionalverband verhindert, der FDP-Antrag sei aber angeblich „nicht zielführend“. Stattdessen fordern die großen Parteien ein Gutachten, zu dem der zuständige Fachplaner des Regionalverbandes in der Ausschussberatung bereits sagte, dass dies nicht kommen werde, sondern die zuständigen Behörden um eine Stellungnahme gebeten werden. Da die derzeitige Rechtslage windkraft-freundlich ist und es auch aktuelle Gutachten gibt, die keine Gefahren durch Windräder sehen, muss man nach Meinung der FDP befürchten, dass ein „Persil-Schein“ ausgestellt wird.