Gibt es nun doch „Heusweiler Windkraft“?

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„Das bisherige Verfahren zur Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen (WKA) war vorne bis hinten ein Witz. Erst heißt es, man weise nur die Fläche aus und im weiteren Verfahren werden Lärmschutz sowie Natur- und Tierschutz berücksichtigt. Dann hat die Landesregierung das Thema Lärmschutz ohne große Gegenwehr der Gemeinde Heusweiler kassiert, jetzt soll die RAG auch noch ohne weiteren Einfluss der Gemeinden durch einen städtebaulichen Vertrag oder B-Plan tätig werden können laut Auskunft der Landesregierung. Die Bürgerbefragung in Riegelsberg wird weiter ignoriert, eine Kooperation der Gemeinden gibt es hier nun scheinbar auch nicht.

Die Anträge der FDP im Heusweiler Rat den Fröhner Wald ganz auszunehmen, oder mindestens 1000m Abstand zu halten, wurden beide von anderen Parteien und der Verwaltung zurückgewiesen auch mit der Bemerkung, ab 800m Abstand sei Heusweiler Bann ja nicht mehr betroffen. Dann sind auf einmal 4%, jetzt laut SZ-Bericht bis zu 25% der ausgewiesenen Vorrangflächen auf Heusweiler bzw. Holzer Bann. Beide betroffenen Gemeinden haben hier entweder falsche Karten oder haben nicht genau hingeschaut. Die Landesregierung und die RAGmontanWIND führen die betroffen Gemeinden am Nasenring durch die Manege. Das ganze Verfahren ist ein schlechter Witz.“

Da die RAGmontanWIND nun Anlagen mit einer Gesamthöhe von 230m plant ist nach Ansicht der Freien Demokraten umso mehr klar, dass der bisher geplante Abstand von 800m zur Wohnbebauung nicht ausreichend ist. Abgesehen davon, dass bei der Zustimmung der Gemeinden zum Flächennutzungsplan von geringeren Höhen der WKA die Rede war stellt sich nun die Frage, ob die riesigen Rotoren dieser Anlagen den geplanten Abstand nicht verletzen. Die nahe gelegene Brutstätte des Rotmilan ist zudem ein Ausschlusskriterium für ein solches Vorhaben. Die Freien Demokraten erwarten von der Landesregierung ein rechtsstaatlich einwandfreies Genehmigungsverfahren, indem auch die Möglichkeit einer Feinsteuerung den Gemeinden nicht verwehrt werden sollte.