Luksic: Landesregierung darf Projekt Fröhner Wald nicht genehmigen!

Der FDP Heusweiler geht die Entscheidung des saarländischen Umweltministers Jost, eines der 3 geplanten Windräder im Fröhner Wald nicht zu genehmigen, nicht weit genug. Wenn Minister Jost das Thema Arten-, Natur- und Umweltschutz wirklich ernst nimmt sind auch die anderen beiden geplanten Windkraftstandorte nicht genehmigungsfähig. 

Nach Meinung der FDP gibt es bei dem Vorhaben der RAG-MontanWIND große Lücken und Ungereimtheiten. Für den geplanten Anlagentyp werden nur Herstellerabgaben vorgelegt, die Einhaltung der Schallwerte kann nicht garantiert werden. Es gibt auch keine Belastungsfreiheit beim Schattenwurf, Überschreitungen der Richtwerte sind zu erwarten insbesondere für die Anwohner auf der unteren Ochsenweide. 

RAG-Geschäftsführer Krumm hat auf die Ausweisung des Fröhner Waldes als Zone für Windkraft durch die Gemeinden Heusweiler und Riegelsberg hingewiesen. Schon bei der Ausweisung des Flächennutzungsplan hat die FDP im Gemeinderat Heusweiler leider ohne Erfolg nachdrücklich auf die wertvollen und schützenswerten Waldflächen hingewiesen und dieses immer wieder betont. Die Genehmigung für ein geplantes Windrad wurde nun wegen ökologisch wertvoller Alt- und Totholzbeständen von der Landesregierung versagt. 

Die Landesregierung steckt nun nach Meinung des FDP-Vorsitzenden Oliver Luksic in Erklärungsnot: „Der Ansatz der FDP den Fröhner Wald zum FFH-Gebiet zu machen wird nun von Umweltminister Jost durch das Versagen einer Genehmigung bestätigt. Der Gutachter der RAG-MontanWIND weist zudem selber auf weitere nach FFH-Richtlinie schützenswerte Baumbestände hin. Es kann nicht sein, dass an einer Stelle der Wald schützenswert ist und wenige Meter weiter ein Industriegebiet errichtet werden soll. Auch das CDU-geführte Innenministerium hat den Verein Fröhner Wald e.V. darauf hingewiesen, dass die Rotoren eigentlich nicht über das Plangebiet hinaus gehen dürfen. Von dieser Rechtsposition scheinen sich nun wieder alle zu entfernen. Die Konzessionsentscheidung ein Windrad nicht zu genehmigen hat die Position der Landesregierung nicht besser gemacht, sondern zeigt die Ungereimtheiten umso klarer auf.“